Triggerpunkte und Dry Needling

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Definition

  • Triggerpunkte sind klinisch fassbare Veränderungen in der Skelettmuskulatur. Es sind winzige Knötchen, die von verkürzten Muskelfasern stammen
  • Man postuliert, dass im Bereich der Triggerpunkte Bindegewebsschrumpfungen und Verklebungen (Adhäsionen) die Kontraktionen bestimmter Muskelstrukturen (Sarkomere) fixieren und dadurch zu einer Minderdurchblutung führen, welche ihrerseits eine anhaltende Reizung der Schmerzfasern provoziert
  • Triggerpunkte sind die weitaus häufigste Ursache von sowohl akuten, als auch besonderer chronischer Schmerzen des Bewegungsapparates
  • Triggerpunkte kommen bei Frauen und Männern gleichhäufig vor und werden auch bei Kindern beobachtet


Charakteristika

  • Ausgeprägte Druckdolenz im Verlauf des Hartspannstranges („taud band“) eines Skelettmuskels
  • Lokale Zuckungsantwort („local twitch“) als Reaktion auf einen mechanischen Reiz (Druck/Stich..)
  • Ausbreitung eines typisch übertragenen Schmerzes („referred pain“) als Reaktion auf einen mechanischen Reiz
  • Reproduktion der eigentlichen Schmerzen des Patienten als Reaktion auf einen mechanischen Reiz
  • Eingeschränkte Beweglichkeit
  • Muskelschwäche ohne Atrophie (Muskelschrumpfung)

Therapie

  • Lokale Durchblutungsverbesserung
  • Beseitigung des lokalen Ödems (Schwellung)
  • Dehnung der kontrakten Muskelanteile


Technik

  • Manuelle Triggerpunkttherapie
    Druckentwicklung (bis 10kg), Fasziendehnung, Lösen von Adhäsionen
  • Superfizielles Dry Needling
    Eine Akupunkturnadel wird in 45° 4mm in die Haut gestochen und 30 Sek belassen - "Gate-control-Mechanismus" im Rückenmark - Schmerzlinderung. Häufig in Kombination mit einer mnauellen Triggerpunkttherapie
  • Intramuskuläres Dry Needling Je nach Tiefe des Triggerpunktes werden 3-5cm lange Nadeln verwendet. Nach Wiedererkennen des Schmerzes, sowie lokaler Zuckungsreaktion wird die Region kegelförmig punktiert, bis die lokale Zuckungsantwort ermüdet